Djema*: Libyen ist nicht sicher
Djema verbrachte vier Jahre in Lybien und erzählt von Gewalt, Rassismus und den Bedingungen in den Gefangenenlagern.
Djema*: Libyen ist nicht sicher
Heimatland
Rettungsdatum
Alter


Djema verbrachte vier Jahre in Lybien und erzählt von Gewalt, Rassismus und den Bedingungen in den Gefangenenlagern.
Djema* aus Nigeria verbrachte vier Jahre in Libyen und erzählt uns an Bord der Ocean Viking von Gewalt, Rassismus und den Bedingungen in den Gefangenenlagern:
"Mein Name ist Djema. Ich komme aus Nigeria. Es ist nicht einfach in Libyen. Ich war vier Jahre dort.
Weißt du, wenn du auf den Straßen unterwegs bist, bist du nicht sicher. Wenn du in einem Auto sitzt, bist du nicht sicher. Wenn du zu Hause bist und schläfst, bist du nicht sicher.
Manchmal tragen sie dich weg, richten eine Waffe auf dich, nehmen dir alles weg, was du hast, und werfen dich irgendwo ab. Du kannst nichts dagegen tun. Sie mögen Schwarze Männer überhaupt nicht. Sie nennen dich „Sklave”. Wenn man jetzt ins Gefängnis** kommt, sind dort viele Afrikaner*innen. Tausende!
Weil sie versuchen, über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen.
Kein Essen, keine medizinische Versorgung. Nichts, gar nichts.
Sie leiden sehr.
Ich habe beschlossen, dass Europa für mich sicherer ist als Libyen. Denn Libyen ist nicht sicher."
* Name wurde zum Schutz des Überlebenden gerettet
** Überlebende nutzen oft Begriffe wie "Gefängnis" oder "Haftanstalt", wenn sie sich auf inoffizielle Gefangenenlager beziehen.
Fotocredit: Johanna de Tessieres / SOS MEDITERRANEE
AKTUELLES

Fester Blick, stiller Geist: Tess Barthes über den Ausguck

Sandaly*: Die Wellen waren hoch, die Sonne brannte, das Boot verlor Luft.

Sichere Länder und Seeblockade
BLEIB INFORMIERT
Abonniere jetzt unseren Newsletter für Einblicke in die Rettungseinsätze der Ocean Viking, Einladungen zu Aktionen und aktuellen Infos zur Lage im Mittelmeer!