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Albatross

DIE MISSION ALBATROSS

DIE MISSION ALBATROSS

Das Mittelmeer ist kein rechtsfreier Raum – aber es wird immer häufiger so behandelt. Mit ALBATROSS betreibt SOS MEDITERRANEE ihre erste Luftbeobachtungsmission, um unabhängig zu dokumentieren, was auf See geschieht: wenn Menschen in Seenot allein gelassen werden, wenn Rettung ausbleibt und wenn gesetzliche Verpflichtungen gebrochen werden. ALBATROSS macht sichtbar und überprüfbar, was im zentralen Mittelmeer geschieht – damit Menschenrechtsverletzungen und unterlassene Hilfeleistung nicht unbeobachtet bleiben.

WARUM ALBATROSS?

Das Mittelmeer ist kein rechtsfreier Raum – aber es wird immer häufiger so behandelt. Mit ALBATROSS betreibt SOS MEDITERRANEE ihre erste Luftbeobachtungsmission, um unabhängig zu dokumentieren, was auf See geschieht: wenn Menschen in Seenot allein gelassen werden, wenn Rettung ausbleibt und wenn gesetzliche Verpflichtungen gebrochen werden. ALBATROSS macht sichtbar und überprüfbar, was im zentralen Mittelmeer geschieht – damit Menschenrechtsverletzungen und unterlassene Hilfeleistung nicht unbeobachtet bleiben. Die Seenotrettung im zentralen Mittelmeer ist fragmentiert, verzögert und wird zunehmend durch Abfangaktionen und Rückführungen an gefährliche Orte ersetzt. Europäische Behörden haben die Koordination von Such- und Rettungseinsätzen intransparenter gemacht und Notfallinformationen zunehmend in Richtung Abfangmaßnahmen statt Rettung umgelenkt.


Die Menschen werden nach Libyen gebracht, doch das Land kann nicht als sicherer Ort gelten. Was die libysche Küstenwache als „Rettung" bezeichnet, sind häufig gewaltsame Abfangaktionen und Zwangsrückführungen – unter weitverbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Wer dorthin zurückgebracht wird, ist nicht gerettet.

WAS ALBATROSS TUT

Während der Beobachtungsflüge dokumentieren die ALBATROSS-Teams von SOS MEDITERRANEE:

- Seenotfälle und Verzögerungen bei der Hilfeleistung

- die Koordination von Such- und Rettungseinsätzen – oder ihr Ausbleiben

- Abfangaktionen, Zurückweisungen und den Einsatz von Gewalt

- die Präsenz und das Verhalten privater, staatlicher und EU-unterstützter Akteure auf See

Bei jedem entdeckten Boot in Seenot werden gemäß den Vorschriften der Zivilluftfahrt die zuständigen Behörden alarmiert.

Halte ALBATROSS in der Luft

Jede Flugstunde kostet. Jede Minute zählt. Mit Deiner Spende finanzierst Du direkt die Zeit, in der ALBATROSS in der Luft ist und sieht, was sonst ignoriert wird.

DAS ZIEL

ALBATROSS ist für die unabhängige, überprüfbare Dokumentation da – damit das, was auf dem zentralen Mittelmeer geschieht, nicht geleugnet werden kann. Das Flugzeug koordiniert keine Rettungsaktionen und leitet keine Operationen. Es macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt.

FÜNF DOKUMENTIERTE PULLBACKS IN EINER WOCHE

In wenigen Tagen dokumentierten die ALBATROSS-Teams fünf Pullbacks im zentralen Mittelmeer. Fünf Mal wurden Menschen, die Europa zu erreichen versuchten, abgefangen und zurückgezwungen – in Verhältnisse, die internationales Recht als unsicher einstuft. Fünf Mal war ALBATROSS Zeugin. Fünf Mal gibt es jetzt Dokumentation, die nicht ignoriert werden darf.

UNSER TEAM AN BORD

IM EINSATZ

Eine erste Aufbauphase wurde im November 2025 gestartet, um operative Verfahren und technische Kapazitäten zu entwickeln. Seit Anfang 2026 finden regelmäßige Einsätze im Mittelmeer statt.

Die Flüge führen über internationale Gewässer, über den libyschen und maltesischen Such- und Rettungsgebieten sowie über dem Gebiet zwischen libyschen, maltesischen und tunesischen Hoheitsgewässern – eine der tödlichsten Migrationsrouten der Welt.

HUMANITARIAN PILOTS INITIATIVE

ALBATROSS entsteht in Zusammenarbeit mit der Humanitarian Pilots Initiative (HPI), einer in der Schweiz ansässigen NGO, die sich auf humanitäre Luftoperationen spezialisiert hat. HPI bringt umfassende Erfahrung in der Luftüberwachung über dem zentralen Mittelmeer mit: Mehr als 54.000 Menschen in Seenot konnten durch ihre Flüge ausfindig gemacht und den zuständigen Behörden gemeldet werden. HPI verantwortet die flugtechnischen Aspekte der Mission; SOS MEDITERRANEE übernimmt die operative Koordination.

WARUM DER NAME „ALBATROSS”?

In der Seefahrertradition glaubt man, dass der Albatros die Seelen der auf See verschollenen Seeleute trägt und sie durch die Weiten des Ozeans führt. Seine langen, unermüdlichen Flüge verkörpern die Themen Migration, Ausdauer und ewige Reise. Als einsame, aber majestätische Erscheinung symbolisiert er auch die Last und die Anmut eines Exils fern der Heimat.

ALBATROSS fliegt, damit die, die auf See verschollen sind, nicht vergessen werden.

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