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10 Jahre Widerstand auf dem Mittelmeer: Ein Film über ein Jahrzehnt SOS MEDITERRANEE

1
October
2026

Seit zehn Jahren rettet SOS MEDITERRANEE Menschen aus Seenot im zentralen Mittelmeer. Der Dokumentarfilm „10 Jahre Widerstand auf dem Mittelmeer“ blickt auf dieses Jahrzehnt zurück und erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Menschen, die die Rettungseinsätze möglich gemacht haben.

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10 Jahre Widerstand auf dem Mittelmeer: Ein Film über ein Jahrzehnt SOS MEDITERRANEE

1
October
2026

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Seit zehn Jahren rettet SOS MEDITERRANEE Menschen aus Seenot im zentralen Mittelmeer. Der Dokumentarfilm „10 Jahre Widerstand auf dem Mittelmeer“ blickt auf dieses Jahrzehnt zurück und erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Menschen, die die Rettungseinsätze möglich gemacht haben.

Von den ersten Einsätzen mit der „Aquarius“ über die Rettungsmissionen der „Ocean Viking“ bis hin zur ersten Luftbeobachtungsmission: Der Film zeichnet die Entwicklung von SOS MEDITERRANEE nach und lässt diejenigen zu Wort kommen, die sie unmittelbar erlebt haben. Ihre Berichte erzählen von Rettungseinsätzen und Schiffbrüchen, von langwierigen Pattsituationen auf See und davon, was es erfordert, trotz aller Widerstände immer wieder aufs Meer hinauszufahren.

Ein Jahrzehnt zivile Seenotrettung

Im Februar 2016 stach SOS MEDITERRANEE erstmals in See, als Reaktion auf die Lücke, die der Rückzug europäischer Staaten aus der Seenotrettung im zentralen Mittelmeer hinterlassen hatte. Seitdem hat die Organisation ihre Arbeit kontinuierlich an neue Bedingungen angepasst. Der Auftrag bleibt dabei derselbe: Menschenleben auf See zu retten.

In den vergangenen zehn Jahren hat SOS MEDITERRANEE mehr als 43.700 Menschen im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. Doch „10 Jahre Widerstand auf dem Mittelmeer“ ist keine bloße Bilanz geretteter Leben. Der Film legt Zeugnis ab für diejenigen, die überlebt haben, für diejenigen, die ihr Leben verloren haben, und für diejenigen, die sich geweigert haben, wegzuschauen.

Rettungsarbeit unter wachsendem Druck

Der Dokumentarfilm zeigt auch, unter welchen zunehmend schwierigen Bedingungen zivile Seenotrettung stattfindet. Er thematisiert ein immer gewalttätigeres Umfeld auf dem Mittelmeer, den bewaffneten Angriff auf die „Ocean Viking“ im Jahr 2025 sowie politische Anfeindungen und Versuche, humanitäre Rettungsarbeit zu kriminalisieren. Er verleiht Ereignissen, die häufig auf politische Auseinandersetzungen und Debatten reduziert werden, eine menschliche Perspektive.

Kein Jubiläum zum Feiern

Zehn Jahre Rettungseinsätze sind für SOS MEDITERRANEE kein Grund zum Feiern. Dass zivile Organisationen weiterhin Menschen in Seenot zu Hilfe kommen müssen, zeugt von einem tiefgreifenden Versagen europäischer Staaten, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Und doch erzählt der Film auch von Hoffnung. Von Menschen in ganz Europa, die sich weiterhin für Solidarität entscheiden. Von Menschen, die handeln und sich weigern, Menschen in Not zu ignorieren.

Auch nach zehn Jahren und unter sich wandelnden Bedingungen bleibt die Mission von SOS MEDITERRANEE deshalb in drei Grundsätzen verankert: Retten. Schützen. Bezeugen.

AKTUELLES

News
7.10.2026

Einsatzbericht 15/2026 der Ocean Viking

In der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober rettete die Besatzung der Ocean Viking in zwei Einsätzen 101 Menschen aus Seenot. Unter ihnen befinden sich schwangere Frauen, Kinder und unbegleitete Minderjährige. Während der Fahrt nach Italien wurde eine schwangere Frau mit ihrem Ehemann medizinisch evakuiert. Am 09. Oktober konnten die restlichen 99 Überlebenden in Neapel an Land gehen.
News
Menschen berichten
28.9.2026

Alif*: „Ich habe überlebt, aber innerlich fühle ich mich immer noch nicht frei.”

Alif* ist ein unbegleiteter Minderjähriger aus Bangladesch, der sexualisierte, physische und psychische Gewalt in Libyen erlebte. Er wurde von der Ocean Viking aus Seenot gerettet und an Bord medizinisch versorgt.
Menschen berichten
Menschen berichten
21.9.2026

Ayman*: „Ich versuchte viermal, das Mittelmeer zu überqueren."

Ayman* ist 20 Jahre alt und kennt kaum ein Leben ohne Flucht. Als Kind floh er mit seiner Familie aus dem Südsudan in den Sudan, wo er aufwuchs. Doch als auch dort der Krieg ausbrach, sah er sich erneut zur Flucht gezwungen. Nach vier Versuchen schaffte er schließlich die Überfahrt von Libyen nach Italien.
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