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Einsatzbericht 2/24 der Ocean Viking - 261 Menschen gerettet

6
February
2024

Die Teams der Ocean Viking evakuierten am Dienstag, den 6. Februar, in vier verschiedenen Rettungseinsätzen in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste 261 Menschen aus Seenot. Am Freitag, den 9. Februar konnten alle Personen sicher in Brindisi an Land gehen.

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Einsatzbericht 2/24 der Ocean Viking - 261 Menschen gerettet

6
February
2024

Heimatland

Rettungsdatum

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Die Teams der Ocean Viking evakuierten am Dienstag, den 6. Februar, in vier verschiedenen Rettungseinsätzen in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste 261 Menschen aus Seenot. Am Freitag, den 9. Februar konnten alle Personen sicher in Brindisi an Land gehen.

Tess Barthes / SOS MEDITERRANEE

Chronologie der Rettungseinsätze

1. Rettungseinsatz Am frühen Dienstagmorgen benachrichtigte Alarmphone die Ocean Viking über ein in Seenot geratenes Schlauchboot. Nach einer langen Suche nach dem Boot konnten die Teams der Ocean Viking das völlig überfüllte Schlauboot in der Dunkelheit ausfindig machen.

Tess Barthes / SOS MEDITERRANEE

Die 110 Menschen an Bord waren sehr verängstigt und der Heckbereich des Bootes befand sich in einem gefährlichen Zustand. Unter den Überlebenden sind elf Frauen, zwei Schwangere, ein ein-jähriges Baby und 36 unbegleitete Minderjährige.Am Ende der schwierigen Rettung näherte sich die libysche Küstenwache und verließ den Einsatzort nach wenigen Minuten wieder.

Tess Barthes / SOS MEDITERRANEE[

2. Rettungseinsatz

Nach der ersten Evakuierung von 110 Menschen wiesen die Italienischen Behörden (ITMRCC) der Ocean Viking das 1.420 km entfernte Ortona als Place of Safety, einem sicheren Ort zur Anlandung der geretteten Personen, zu. Einige Zeit später wurde die Ocean Viking vom ITMRCC beauftrag zu einem in Seenot geratenem Holzboot zu navigieren und die dortige Situation zu untersuchen. Auf dem Weg zum Einsatzort wurde ein weiteres in Seenot geratenes Schlauchboot entdeckt. Das ITMRCC gab daraufhin den Auftrag die 58 Menschen zu evakuieren. Unter den geretteten Personen befanden sich fünf Frauen, zwei Schwangere, ein Kind und mehr als 20 unbegleitete Minderjährige. Ein Mann war wegen einer Treibstoffvergiftung bewusstlos und wurde vom medizinischen Team sofort Notfallbehandelt. Nach diesem weiteren Rettungseinsatz nahm die Ocean Viking wieder Kurs auf das vom ITMRCC gemeldete Holzschiff auf.

Claire Juchat / SOS MEDITERRANEE

3. Rettungseinsatz

Als die Ocean Viking bei dem gemeldeten Holzschiff in Seenot angekommen war, waren zwei libysche Patrouillenschiffe vor Ort und wiesen die Crew der Ocean Viking an, 49 Menschen aus dem doppelstöckigen Boot zu bergen. Das Boot führte Wasser und wies eine starke Schlagseite auf.

Claire Juchat / SOS MEDITERRANEE

4. Rettungseinsatz

Ungefähr zwei Stunden später führte die Crew der Ocean Viking einen weitere Einsatz durch. Dieses mal handelte es sich um eine überfülltes Fiberglasbootes. Die Evakuierung war sehr komplex. Die 44 Personen hatten keine Rettungswesten und eine Person wies eine Kopfverletzung auf.Die Teams von SOS MEDITERRANEE und der International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies kümmerten sich bis zur Anlandung um die insgesamt 261 Überlebenden an Bord der Ocean Viking, davon 16 Frauen (vier davon sind schwanger), ein ein-jähriges Baby, ein Kind sowie 67 unbegleitete Minderjährige.

Tess Barthes / SOS MEDITERRANEE

Am Donnerstag früh ordneten die italienischen Behörde der Ocean Viking an, einen Teil der geretteten Personen in Brindisi an Land zu bringen und den anderen Teil der Personen in Ortona. Da sich das Wetter verschlechtern sollte, fragte die Ocean Viking die Behörden an, die Anlandung aller geretteten Personen in Brindisi abschließen zu können. Nach der Genehmigung konnten am Freitag, den 9. Februar, schließlich alle 261 Menschen, die die Crew der Ocean Viking in insgesamt vier Rettungseinsätzen aus Seenot evakuierte, in Brindisi an Land gehen.

Die Frauen, Kinder und Männer an Bord waren erleichtert, nach den Erlebnissen der vorherigen Tage, endlich einen sicheren Ort erreicht zu haben. Die Rettungseinsätzen waren schwierig, da alle Boote in Seenot stark überfüllt waren und die Ocean Viking während laufender Operationen mehrmals von der libyschen Küstenwache bedrängt wurde.

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