Nala*: Wir haben ständig Angst um unser Leben.
Nala ist 28 Jahre alt, Mutter von vier Kindern, und floh aus Somalia auf der Suche nach Sicherheit. Ihre Flucht führte sie über Ägypten nach Libyen – und schließlich über das zentrale Mittelmeer. Lies hier ihre Geschichte.
Nala*: Wir haben ständig Angst um unser Leben.
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Nala ist 28 Jahre alt, Mutter von vier Kindern, und floh aus Somalia auf der Suche nach Sicherheit. Ihre Flucht führte sie über Ägypten nach Libyen – und schließlich über das zentrale Mittelmeer. Lies hier ihre Geschichte.
Nala* ist 28 Jahre alt, Mutter von vier Kindern, und floh aus Somalia auf der Suche nach Sicherheit. Ihre Flucht führte sie über Ägypten nach Libyen, von wo aus sie nach einiger Zeit die gefährliche Reise über das zentrale Mittelmeer wagte. Am 31. Dezember 2025 nahm die Ocean Viking 33 Menschen an Bord, die zuvor vom Versorgungsschiff MARIDIVE 703 gerettet worden waren. Nala war eine von ihnen – an Bord erzählte sie unserer Crew ihre Geschichte:
“Ich bin 28 Jahre alt. Ich komme aus Somalia.
Ich gehöre einem kleinen Stamm an. Es gibt einen anderen, größeren Stamm, der meinen angreift und meine Leute tötet. Wir haben ständig Angst um unser Leben. Außerdem gibt es dort islamistische bewaffnete Gruppen, es ist sehr beängstigend.
Ich habe drei Kinder, die in Somalia sind. Ich hatte vier, aber eines von ihnen ist gestorben. Ich habe mich zusammen mit meiner Mutter um sie gekümmert.
Aufbruch nach Ägypten und Libyen
Im Juli 2023 habe ich Somalia verlassen und bin nach Ägypten gegangen. Dort habe ich gearbeitet, wo immer ich Arbeit finden konnte – als Reinigungskraft oder als Babysitterin in somalischen oder ausländischen Familien. Ich habe etwa 200 Euro im Monat verdient.
Ich habe gearbeitet, um Geld an meine Kinder zu schicken und um nach Libyen gehen zu können und von Libyen aus nach Europa.
Dann bin ich von Ägypten aus durch die Wüste nach Libyen gegangen. Mehr als zehn Stunden unter der Sonne. Meine Füße haben geblutet. Als ich in Tripolis war, habe ich jemanden gefunden, der mir helfen konnte, das Mittelmeer zu überqueren.
Flucht übers zentrale Mittelmeer
Ich hatte bereits einmal zuvor versucht zu überqueren, wurde aber abgefangen. Ich habe das ganze Geld verloren, das ich in Ägypten gespart hatte, um meine Freilassung zu bezahlen, und musste wieder arbeiten, um genug Geld für diesen zweiten Versuch zu verdienen.
Dieses Mal wurde ich nach Zuwara gebracht und wartete dort zwei Tage bevor Schleuser*innen uns zur Küste brachten. Sie warfen die Boote einfach ins Wasser und sagten uns, wir sollten rennen und hineinspringen. Aber ich schaffte es nicht, vom Wasser aus ins Boot zu springen. Ich hing am Boot und jemand stieß mich weg. Ich fiel zurück ins Wasser und wäre fast ertrunken. Ich schrie um Hilfe, und einige Menschen, die bereits an Bord waren, halfen mir, ins Boot zu klettern.
Alles, was ich hoffe, ist Arbeit zu finden und meinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, an einem Ort, an dem wir gemeinsam in Sicherheit sein können.
*Name zum Schutz der Überlebenden geändert.
Fotocredit: Tess Barthes / SOS MEDITERRANEE
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