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Azim*: Alles, was wir wollen, ist Frieden.

30
January
2026

Azim* ist ein unbegleiteter Minderjähriger aus dem Sudan und erzählt uns auf der Ocean Viking über die Sinnlosigkeit des Krieges.

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Azim*: Alles, was wir wollen, ist Frieden.

30
January
2026

Heimatland

Sudan

Rettungsdatum

31
December
2025

Alter

Azim* ist ein unbegleiteter Minderjähriger aus dem Sudan und erzählt uns auf der Ocean Viking über die Sinnlosigkeit des Krieges.

Azim* ist ein unbegleiteter Minderjähriger aus dem Sudan und wurde Ende letzten Jahres von der Ocean Viking aus Seenot gerettet. Junge Menschen aus dem Sudan wollen Bildung, Arbeit und eine Zukunft – in ihrer Heimat. So auch Azim: Er teilte mit uns seine Gedanken über die Absurdität und Ungerechtigkeit eines Krieges, der seinem Volk aufgezwungen wird:

‍

"Der Sudan besteht aus etwa 511 Stämmen – jeder Stamm mit eigenem Dialekt, eigener Kultur, eigenen Bräuchen und Traditionen.

Das Problem, das wir im Sudan haben, ist Entwicklung.

Das Problem ist Infrastruktur.  

Das Problem ist nicht die Regierung.  

Das Problem muss von der breiten Gesellschaft gelöst werden. Es kann nicht von ein oder zwei Personen gelöst werden. Und Waffen werden das Problem nicht lösen.

Bürger*innen sollten keine Waffen herstellen, um die eigenen Brüder zu töten. Wenn er oder sie eine Waffe wählt, soll seine Stimme die Waffe sein; soll die Waffe der Stift sein.

Wir sind jung. Wir haben das Recht zu leben.

Wir sollten nicht unser Land verlassen und das Wasser überqueren müssen, um in anderen Ländern Schutz zu finden. Wir sollten diesen Schutz in unserem eigenen Land finden – im Sudan.

Ich will, dass die Stimme des Sudan gehört wird. Wollen die Menschen im Sudan Krieg? Wollen die vielen Menschen, die in Armut leben, Krieg?
Nein. Sie wollen lernen, ihren Abschluss machen, arbeiten und etwas Nützliches für ihr Land tun.

Warum? Warum? Warum passiert uns das? Haben wir der Menschheit Unrecht getan?
Nein.
Alles, was wir wollen, ist Frieden.
Wir wollen nichts – nur Frieden."

‍

* Der Name wurde zum Schutz des Überlebenden geändert.

Fotocredits: Tess Barthes / SOS MEDITERRANEE

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