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Die libysche Küstenwache eröffnete das Feuer.

14
April
2025

Teenager, der bei einem Schusswaffenvorfall der libyschen Küstenwache im März 2023 gewaltsam abgefangen wurde, wurde fast zwei Jahre später von der Ocean Viking gerettet.

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Die libysche Küstenwache eröffnete das Feuer.

14
April
2025

Heimatland

Eritrea

Rettungsdatum

10
January
2025

Alter

17

Teenager, der bei einem Schusswaffenvorfall der libyschen Küstenwache im März 2023 gewaltsam abgefangen wurde, wurde fast zwei Jahre später von der Ocean Viking gerettet.

John*, 17 Jahre alt, stammt aus Eritrea. Am 10. Januar 2025 wurde er von der Ocean Viking gerettet – von einem überfülltem, zweistöckigen Holzboot in Seenot, in der libyschen Such- und Rettungszone. Rund 100 Frauen, Männer und Kinder befanden sich mit ihm auf dem Boot, das in Sabratha, Libyen, gestartet war.

Bei seinem ersten Versuch, das Mittelmeer zu überqueren – am 25. März 2023 – befand sich John auf einem Schlauchboot in Seenot, in derselben Region. Als die Ocean Viking zur Hilfe eilte, wurde das Boot gewaltsam von einem Schiff der libyschen Küstenwache abgefangen. Dabei feuerte die libysche Küstenwache Warnschüsse über die Ocean Viking hinweg ab. Diese Szene wurde sowohl von unserem Team als auch vom Filmemacher Jean-Baptiste Bonnet in seiner Dokumentation Save our Souls¹ dokumentiert.

Credits: Jérémie Lusseau / SOS MEDITERRANEE

John schilderte unserem Team, was an jenem Tag geschah – ein eindrücklicher Bericht aus erster Hand, der die Menschenrechtsverletzungen in Libyen beleuchtet und die enge Verstrickung zwischen der libyschen Küstenwache und den dortigen Haftzentren offenbart. Seine Schilderungen decken sich mit Berichten der UN sowie journalistischen Recherchen.

Ich war mit etwa 80 weiteren Menschen – Frauen, Männern und Kindern – auf einem Schlauchboot. Wir sahen die Ocean Viking auf uns zukommen, um uns zu retten. Doch dann kam die libysche Küstenwache und eröffnete das Feuer. Die Ocean Viking musste sich zurückziehen.

Die Küstenwache zwang uns auf ihr Schiff und schlug uns alle.

Ich wurde in ein Gefängnis in Tripolis gebracht – Ain Zara heißt es. Ich blieb dort wochenlang, bis meine Familie 1.200 US-Dollar für meine Freilassung zahlte. Während der Haft wurde ich gefoltert und misshandelt.“ John zeigt uns Folterspuren an seinem Körper. „Dort sind Tausende von Menschen eingesperrt, Ain Zara besteht aus fünf verschiedenen Komplexen.

Nach seiner Freilassung arbeitete John auf Baustellen in Libyen, um zu überleben. Er zeigt auf seinem Handy Bilder seiner Arbeit. „Ich habe fünf Mal versucht, aus Libyen zu fliehen. Beim fünften Mal hat es geklappt – da wurde ich endlich von der Ocean Viking gerettet.

¹ Wir haben einen ausführlichen Videobericht über diesen Vorfall veröffentlicht, ebenso über die Gewalt und Ausbeutung, denen Menschen nach ihrer Abfangung und rechtswidrigen Rückführung nach Libyen ausgesetzt sind. Siehe dazu auch unsere Pressemitteilung sowie den Bericht von France24 mit Videomaterial des Vorfalls.

Credits Titelbild: Jérémie Lusseau / SOS MEDITERRANEE

Zeugnis gesammelt von Lucille Guenier

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News
20.3.2026

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Am 19. März konnte die Besatzung der Ocean Viking in einem Einsatz insgesamt 116 Menschen, darunter 39 unbegleitete Minderjährige, 13 Frauen, ein Kind und zwei Babys, aus der überlappenden maltesischen und tunesischen SRR evakuieren. Die Personen befanden sich auf der Miskar Gasplattform, auf der sie am 16. März Schutz suchten, nachdem sie in einen Sturm geraten waren. Als sicherer Hafen wurde Marina di Carrara zugewiesen.
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Adam* kommt aus Somalia und ist 26 Jahre alt. Was als vermeintliche Reise begann, endete in Entführung, Haft, Gewalt und Angst – im Sudan und Libyen. Dort verbrachte er zwei Monate in einem Lager ohne ausreichend Essen, Schutz, Schlaf und Versorgung.
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Ahmed* floh aus Somalia nach Libyen. Dort erlebte er Gewalt und Erpressung. Er wurde am 31. Dezember von der Crew der Ocean Viking gerettet. Sein größter Traum ist es, eines Tages Pilot zu sein.
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